Leidenschaft


Leidenschaft

Verzehrende Gabe, schändende Bürde
Erfüllende Macht und heilendes Gewicht
Hinauf zu den Himmeln der Freude
Und auch hinab in die Öde der Nacht.

Muss die Leidenschaft zerfressen
Auf dass dies Lichte loher brennt?
Als Feind jeden bergenden Masses,
der ersehnte Behäbigkeit verkennt?

Keine Hauptesliege stand zu dem Menschensohne
Und so auch unsere Stütz versag!
Erst im Urgrund der Blösse
Sich das Drama zur Vollendung schwingt.

Weit, tief und hoch das Dasein muss geraten
damit sich diesem Meister Anteil erwirkt
Verzehren muss sich der Welten Gaben
Auf dass sich die Betörung Bahne bricht

Hinfort mit dem stumpfen Masse
Herein zum Tor du Fülle und Verzicht
Auf dass sich das Antlitz des Ewigen
zeitlich in uns Bahne bricht

(S. Deutscher)

1 Kommentar


  • Anonymous // // Antworten

    Potz Tuusig!

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