Silas bloggt

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  • Der Terror der Angst im Schosse der Oase


    Wenn man zu den wenigen Privilegierten dieser Erde gehört, die mit der Familie Ferien am Meer verbringen können, dann lauert da ein grundsätzliches Unbehagen gegenüber der trügerischen Idylle, der ungetrübten Oase. Dankbarkeit und Genuss mischen sich mit Verdacht und geistigem Ringen.

    Was verdient wohl die gute Frau, die meine Tücher täglich vom Boden aufliest? Was für ein Leben ist demjenigen vergönnt, der mir den Kaffee serviert? Habe ich das Recht, bedient zu werden?

    Heute Morgen brach der Terror der Angst ins Herz der friedlichen Musse. Mein Blick fiel auf meinen 2-Jährigen Sohn, der meine Pillen zur Blutdrucksenkung in den Händen hielt.

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  • Der Mythos des starken Mannes – Donald Trump und die Verblödung des Westens


    Wer sich minimaler geistesgeschichtlicher Bildung erfreut hat und einen Blick über den Teich wirft, traut seinen Augen kaum. Als potentielle Präsidentschaftskandidaten der Weltmacht kristallisieren sich heraus, ein Donald Trump, der es bereits vollbracht hat, sich in eine permanente Karikatur seiner selbst zu verwandeln und eine in etliche Skandale verwickelte Hillary Clinton, die jede denkbare Tugend der Genügsamkeit und des Anstandes mit Füssen tritt, dabei das Zepter ihrer zugegebenermassen beeindruckenden Karriere unerbittlich festhält. (mehr …)

  • Der Ruf der Idylle – Herr, wohin sollten wir gehen?


    Je konsequenter sich unsere Welt dem Diesseits zuwendet, je mehr sie der Materie endgültige Wirklichkeit zuspricht, desto stärker erklingt der Ruf der Idylle. Dieser Ruf ist allgegenwärtig und unausrottbar. Selbst die frühkindliche Konditionierung der menschlichen Spezies durch einen totalitären Weltstaat könnte diesen Ruf nicht ausschalten. Verdrängt werden kann er nur dann, wenn das Diesseits mit Rauschzuständen umnebelt wird und der Mensch in synthetischer Verklärung seine Existenz zu transzendieren versucht. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen, da der Preis dieser ständigen Verklärung (noch) zu hoch ist und die Rohheit unseres unzulänglichen Daseins sich daraufhin umso kräftiger und schmerzhafter Geltung verschafft. (mehr …)

  • 18 Mädchen sterben bei Brand in christlicher Schule – Ungeschminkte Gedanken über das intellektuelle Scheitern des Theodizee-Problems


    „18 Mädchen sterben bei Brand in christlicher Schule“

    Bei solchen Schlagzeilen – man ersetze diese mit anderen beliebigen Schreckensnachrichten –  taucht sie mit beharrlicher Hartnäckigkeit auf, die Theodizee-Frage (Gott und Leid). Ist diese Frage eine theologische Anmassung, wie Karl Barth sie nennt? Ist sie der Fels des Atheismus? Vor jedem theoretischen Versuch der Klärung des Problems, welcher ohnehin im akuten Moment des Kummers nur scheitern kann, ist da zunächst einmal die existentielle Erschütterung, der Strudel starren Elends, in den man als Betroffener hineingerät. Ich stelle mir vor, dass meine beiden Söhne und meine Tochter, die ich verzweifelt liebe, friedlich schlafend vom Feuer überrascht werden und in den Flammen nach Hilfe schreiend zu Grunde gehen. (mehr …)

  • „The Faith of Christopher Hitchens“ – Das Geschenk der Freundschaft


    Freundschaft zwischen einem Evangelikalen und einem weltbekannten Atheisten.
    Geht das?
    In „The Faith of Christopher Hitchens. The Restless Soul of the Most Notorious Atheist“ erzählt Larry Taunton in bewegender Manier von der Freundschaft zwischen ihm und Christopher Hitchens. (mehr …)